Teilsperrung des Geh- und Radwegs zwischen Solar und Sindersdorf
aufgrund von Sanierungsarbeiten – ab Mai 2026
Das Staatliche Bauamt Nürnberg führt gemeinsam mit der Stadt Hilpoltstein die Sanierung des begleitenden Geh- und Radweges entlang der St 2238 durch.
Der Geh- und Radweg weist insbesondere in zwei Bereichen erhebliche Schäden auf. Ursache hierfür sind unter anderem vorhandene Tonschichten im Untergrund sowie stark schwankende Wassergehalte zwischen den Sommer- und Wintermonaten. Diese Bedingungen führen dazu, dass der Boden instabil wird und sich die Oberfläche im Laufe der Zeit verformt und beschädigt wird.
Für die beiden betroffenen Abschnitte kommen je nach Schadensbild unterschiedliche Bauverfahren zum Einsatz:
Im Abschnitt Jahrsdorf erfolgt eine Sanierung der Asphaltoberfläche. Dabei wird zunächst die bestehende Deckschicht entfernt. Anschließend wird ein verstärkendes Gewebe eingebaut, bevor eine neue Asphaltdeckschicht aufgebracht wird.
Im Abschnitt Grauwinkel sind aufgrund tiefergehender Schäden umfangreichere Maßnahmen erforderlich. Hier wird zunächst der Untergrund verbessert, um die Tragfähigkeit und Wasserresistenz langfristig zu erhöhen. Zusätzlich wird ein stabilisierendes Gitter eingebaut, das den Aufbau des Geh- und Radweges sichert. Abschließend werden auch in diesem Bereich neue Asphaltschichten hergestellt.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Ende Mai abgeschlossen. Für diesen Zeitraum bitten wir darum, die ausgewiesene Beschilderung zu beachten sowie um Verständnis und besondere Vorsicht im Baustellenbereich.
Abschlußarbeiten an der St 2238 von Solar bis Kreisverkehr Sindersdorf
Die Restarbeiten beinhalten Oberboden- sowie Pflasterarbeiten im Seitenbereich. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende Mai 2026 abgeschlossen.
Für diesen Zeitraum bitten wir darum, die ausgewiesene Beschilderung zu beachten sowie um Verständnis und besondere Vorsicht im Baustellenbereich.
Die Maßnahme ist dringend erforderlich, um die Staatsstraße 2238 für den künftigen Verkehr zu ertüchtigen.
Die Rodung von straßenbegleitenden Bäumen und Gehölzen erfolgte bereits im Winter.
Die Rodung war aus zwei Gründen notwendig:
Erstens stellten die Gehölze und Bäume ein Sicherheitsrisiko für die Verkehrsteilnehmer dar.
Zweitens haben Bäume, die zu nahe an der Straße standen, aus den Bodenschichten Wasser gezogen, was dazu führte, dass der Untergrund nachgab und Schäden in der Fahrbahn verursachte.
• Da die St 2238 nicht durchgängig die vorgeschriebene Breite von 7,5 m erreicht, muss an einigen Stellen nachgebessert werden.
• Eine dickere Frostschutzschicht wird eingebaut.
Auf der gesamten Strecke wird ein modernes Asphaltmischgut verwendet.
Moderne Technologie für nachhaltigen Straßenbau
Die vorhandene Straße besteht aus drei Schichten:
• Tragschicht
• Binderschicht
• Deckschicht
Zunächst wird die brüchige Binderschicht und Deckschicht abgefräst und dem Recyclingprozess zugeführt.
Anschließend wird eine neue Binderschicht und Deckschicht eingebaut, die aus neuartigem gummimodifiziertem Bitumen besteht.
Wirtschaftliche und ökologische Vorteile der neuen Technologie
Dieser neuartige Asphalt hat einen hohen Anteil Gummi, der unter anderem aus alten Autoreifen gewonnen wird.
Diese Bitumenmischung verlängert die Lebensdauer der Straße, da die Rissanfälligkeit der Straßendecke sowie die Bildung von Spurrillen und Schlaglöchern reduziert werden.
Aktuelles von der Baustelle:
Die Arbeiten auf der Strecke Solar – Sindersdorf liegen exakt im Zeitplan September/April 2026
Beim Erdbau der Verbreiterung wurde entweder der vorhandene Boden mit stabilisierenden Substanzen verbessert und wieder eingebaut oder auch neue Steinschüttungen als Fundament der Verbreiterung eingebaut. Zusätzlich werden die vorhandenen Entwässerungseinrichtungen an den neuen Straßenkörper angepasst und Frostschutz in den Verbreiterungsbereich eingebaut. Ziel ist es, den Unterbau der Straße bis Anfang November so vorzubereiten, dass im November auf voller Breite der Asphalt in mehreren Schichten eingebaut werden kann.
Zwischenzeitlich wurden die schadhaften oberen Asphaltschichten mit einer Großfräse auf kompletter Länge der Maßnahme abgetragen. Die dabei gewonnenen 8500 Tonnen Asphaltgranulat (das entspricht ca. 40 Lkw-Ladungen) werden zu 100% recycelt und als Teil der neuen Asphaltdecke später wieder eingebaut. Hierzu wurde das Material über die BAB A9 in die Asphaltmischanlage in Langwasser transportiert und dort dem Asphaltproduktionprozess zugeführt.



